Von Enten, Hasen und Zugtieren: Jagd auf Normen

Neun Athleten unterbieten DM-Qualis - Zuwachs für die Laufteam-Familie

(Zeven, 23./24.05.; Edemissen, 24.05.; Rehlingen, 25.05.; Koblenz 27.05.; Dessau, 29.05.; Hannover, 30.05.; Hildesheim, 05.06.; Regensburg, 05./06.06.; Leiden, 13.06.)

 

Beim Sportfest-Hopping der vergangenen Wochen hatten die meisten unserer Athleten die Normen für die DLV-Meisterschaften in Nürnberg (Hauptklasse) und Jena (U20 und U18) im Visier. Andreas Lange bewirbt sich gar für internationale Aufgaben. Nach seinem unbefriedigenden 800-Meter-Einstand in Rehlingen in 1:50,52 Minuten (Rang 6) reagierte er mit hanseatischer Gelassenheit: „Ich habe fast nur Grundlagen trainiert. Bei 600 Meter hat jemand den Stöpsel gezogen. Das sollte jetzt von Rennen zu Rennen besser werden.“ Der erhoffte Schritt vorwärts folgte in Dessau mit 1:48,91 Minuten und Platz sechs. Dann ein halber Schritt zurück: 1:49,47 in Regensburg knapp vor Sören Ludolph (1:49,53). In Leiden (Holland) kam auch noch keine Freude auf: 1:49,45 Minuten als Sechster. Geduld ist angesagt.

 

Sören Ludolph testete sich Pfingsten in Zeven auf den 1500 Metern. Nach der Laufteam-Stallregie bildete er zusammen mit Fabian Brunswig und Viktor Kuk einen Zug, der nach weniger als 3:49 Minuten (DM-Norm) im Bahnhof sein sollte. Leider konnte der Lehramtsstudent Fabian seinen Tempo-Part nicht erfüllen. Der andere Lehramtsstudent Viktor schulterte dessen Aufgabe zusätzlich und dann war es der Polizeivollzugsbeamte Sören, der mit 3:48,31 Minuten als Sieger die Ernte einfuhr. Viktor war nach  3:49,51 Minuten als Dritter leicht angesäuert. Gerwin Meier indes freute sich über PB von 3:55,03 Minuten und (nach seinen 800 m in 1:53,74min in Wernigerode am 08.05.) eine weitere Norm für die U23-DM in Wetzlar. Fabian bewältigte seinen Frust am zweiten Tag in Zeven mit Bestzeit von 1:52,52 Minuten über 800 Meter (Rang 2).

​Viktor erzielte in Regensburg eine neue Saisonbestleistung über 1500 m.
Foto: Kiefner

Keine 24 Stunden nach seinem 1500-m-Sieg in Zeven präsentierte sich Sören zur Freude der Veranstalter beim aufstrebenden Pfingssportfest in Edemissen auf den Unterdistanzen. Nach 22,73 Sekunden über 200 Meter haute er über 400 Meter seine bisherige „Zweitbestzeit“ von 48,31 Sekunden heraus. Nach diesen Ergebnissen zog er seinen 800-m-Saisoneinstieg auf den 30.05. in Hannover vor. An diesem Tag aber drehte Petrus den Temperaturregler drastisch herunter und schüttete außerdem noch eine ordentliche  Kanne Wasser auf Hannover. Nach 1:51,85 Minuten als Sieger zog Sören frierend weiter zum Spätdienst. Dort erlebte er das Ende des Regens, klare Luft und milde Temperaturen, die den 3000-m-Läufern bei der letzten Entscheidung im Stadion entgegen kamen. Fabian Brunswig schaffte mit 8:25,05 Minuten als Sieger eine weitere Bestzeit. Hinter ihm zog Florian Pehrs die LG-Youngster Lukas Scholtysek und David Brecht wie die Entenmama ihre Küken um die Bahn. Das Ergebnis  für Lukas (9:05,49min) und David (9:05,59min) bedeutete die Quali für Jena. Nicht vergessen sei Steffen Brümmer, von Statur her eher Küken, der sich ebenfalls an der Hasen- beziehungsweise Entenarbeit beteiligte. Zuvor hatte sich bereits Henrik Wagner in Garbsen am 1. Mai mit Timon Schaare als Pacemaker über 3000 m in 9:07,52 Minuten für die DM in Jena qualifiziert und dann in Zeven über 1500 Meter als Sieger der U18 in 4:09,88 Minuten ganz ohne Hasen, Ente oder Führpferd eine zweite Quali nachgelegt. Tierisch gut!

 

In Koblenz waren die Bedingungen für die Langstreckler wie immer bestens. Über 100 Läufer wurden in fünf Läufe aufgeteilt, die bis Mitternacht für Leben im altehrwürdigen Stadion am Oberwehr sorgten. Im schnellsten der fünf Rennen belegte Karsten Meier mit Steigerung seiner Bestzeit um 15 Sekunden Rang zwei in 14:06,06 Minuten und bezwang als bester Deutscher Läufer dabei den DLV-Meister über  10.000 Meter Mitku Seboka aus Fürth. Über die DM-Norm und PB freute sich auch Florian Pehrs (Rang 17 in 14:18,53 Minuten). Seine deutliche Formverbesserung bewies Karsten auch am 05.06. in Hildesheim, wo er über 1500 Meter in 3:49,89 Minuten als Sieger bei einem kleinen Sportfest erstmals die 3:50 knackte.

 

​Fabian Brunswig freute sich über die neue Bestleistung über 3000 m.                   Foto: Meyer

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