Viktor Kuk wird disqualifiziert

Karsten Meier wird Landesmeister über 3000 m – Europameisterschaften als großes Ziel fest im Blick

Bei den Hallenlandesmeisterschaften der Männer und Frauen sowie Jugend U18 im Olympiastützpunkt Hannover knüpfte Karsten Meier souverän an seine starken Leistungen aus dem Vorjahr an. In 8:12,97 Minuten holte sich der Langstreckler der LG Braunschweig ungefährdet mit fast dreißig Sekunden Vorsprung den Titel und unterschritt nebenbei die DM-Norm deutlich. Doch bereits im Vorfeld hatte Karsten klar mitgeteilt, dass ein Start bei den deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund definitiv nicht auf dem Plan stehen wird. Seine diesjährige Saison ist gänzlich auf das Ziel ausgerichtet, sich erstmals dem Marathon zu stellen und sich im idealen Fall einen Startplatz für die Europameisterschaften zu erkämpfen, die in diesem Jahr in Berlin ausgetragen werden. Für einen Platz in der deutschen Auswahl muss er in der Königsdisziplin anspruchsvolle 2:17 Stunden unterschreiten, was für einen Marathon-Debütanten alles andere als einfach sein wird. David Brecht gab als Fünfter und einer Zeit von 8:55,05 Minuten seinen Einstand in der Männerhaupthauptklasse. Der Bronzemedaillengewinner über 5000 m der letzten deutschen Jugendmeisterschaften hätte sich auch eine Platzierung im Bereich des Podiums zugetraut, wenn ihn eine Erkältung im Vorfeld nicht gebremst hätte.

​Viktor Kuk dominierte wie erwartet das 1500-m-Rennen der Männer und verpasste aufgrund der Disqualifikation die DM-Norm sowie eine deutsche Jahresbestleistung. Foto: Thomas Minnich

Ein verlorenes Wochenende erlebte Viktor Kuk. Als Favorit angereist unterschritt er über 1500 m die DM-Norm von 3:53 Minuten, stellte eine deutsche Jahresbestleistung auf und wurde nach dem spannenden Zieleinlauf zunächst als Sieger gefeiert. Fünf Minuten später ereilte ihn dann plötzlich die Nachricht, dass er disqualifiziert wurde, da er auf der Zielgeraden regelwidrig seine Bahn verlassen und damit den Weg des später als Sieger gekürten Hannoveraners abgesperrt haben soll. Viktor reagierte zunächst mit Unverständnis auf die Entscheidung des Schiedsrichters und auch viele Beobachter hatten in der Situation auf dem ersten Blick kein Rennverhalten entnehmen können, was über jenes hinausgeht, was im „Zuge des Gefechts“ bei höheren Meisterschaften auf den Mittelstrecken üblich ist. Doch mit Abstand zu der Situation hatte Viktor selbstkritisch die Entscheidung des Schiedsrichters für richtig befunden und sich beim Sieger entschuldigt. Unser Mittelstreckler verpasste die Chance, das Ticket für die deutschen Hallenmeisterschaften einzulösen und wird nun in anderthalb Wochen bei den norddeutschen Meisterschaften in Hamburg versuchen, über 3000 m die DM-Norm zu unterschreiten. Dort wird Laufteam-Kollege Andreas Lange für ihn als Tempomacher fungieren, der verletzungsbedingt die Landesmeisterschaften ausgesetzt hatte. Auch Julius Lawnik möchte in Hamburg die Norm von 8:22 Minuten erfüllen, nachdem er bei den Landestitelkämpfen aufgrund gesundheitlicher Probleme seinen 3000-m-Lauf nach der Hälfte der Strecke abbrechen musste.

Im Hintergrund einer körperlichen Beeinträchtigung hatte aus Sicherheitsgründen Laufteam-Mitglied Max Dieterich  von vornherein auf einen Start verzichtet. Der eigentlich noch der U20 angehörende Mittelstreckler war über 800 m in die Männerhauptklasse hochgemeldet worden und hätte mit seiner Bestleistung mit um den Titel rennen können.