Doppelter Doppelsieg bei den Landesmeisterschaften

Max Dieterich schrammt erneut knapp an der WM-Norm vorbei

Andreas Lange (links) und Viktor auf dem Weg zum Doppelsieg über 800 m in Papenburg.             Foto: Minnich

Erneut an unterschiedlichen Orten mit unterschiedlichen Zielen unterwegs waren die Spitzenathleten des Laufteams Braunschweig. Der U 20-Jugendliche Max Dieterich verpasste eine Woche nach seinem ersten Lauf unter 1:50 Minuten über 800 Meter (1:49,83 min in Pfungstadt) beim internationalen Meeting „Soundtrack“ in Tübingen als 13. aller Zeitläufe in 1:50,22 min die Jugend-WM-Norm von 1:49,50 min erneut nur knapp, konnte sich aber über sein zweitbestes jemals erzieltes Ergebnis freuen. Max hat nun noch eine Möglichkeit, die fehlenden 33 Hundertstelsekunden zu korrigieren: Bei der finalen Qualifikation, der Juniorengala am kommenden Wochenende in Mannheim müsste er zweitbester Deutscher werden und zugleich die Normzeit erfüllen. Ebenfalls sein zweitschnellstes Rennen aller Zeiten, allerdings über 5.000 Meter, lieferte der Deutsche Halbmarathonmeister Karsten Meier ab. Der MTV-Athlet vollzog als 12. des mit zahlreichen afrikanischen Athleten besetzten Hauptlaufes in 13:53,76 min einen beeindruckend problemlosen Umstieg von der Straße zurück auf die Bahn und sinnt insgeheim noch auf die Qualifikationszeit für die Europameisterschaften in Berlin über 10.000 Meter. Karsten wird diese Strecke am kommenden Freitag in Regensburg angehen.

Nicht vorrangig um schnelle Zeiten und Normen, sondern um Titel und Platzierungen ging es dagegen bei den Landestitelkämpfen in Papenburg. Viktor Kuk und Andreas Lange führten die zahlreichen Athleten der LG Braunschweig an und beherrschten die 1.500 Meter- und 800 Meter-Felder nach Belieben. Viktor kam zu einem Doppelsieg, zunächst über 1.500 Meter in 3:50,90 min vor Andreas, der über einen längeren Zeitraum die Führungsarbeit geleistet hatte, am Ende aber von Viktor überspurtet wurde und nach Austrudeln auf den letzten Metern als sicherer Zweiter in 3:52,35 min durchlief. Dasselbe Bild gab es 20 Stunden später über 800 Meter. Erneut hatte Viktor die Nase vorn und hielt seinen MTV-Vereinskameraden Andreas in 1:52,04 min um gerade einmal 12 Hundertstelsekunden in Schach, den Rest des Feldes allerdings um mehr als zwei Sekunden.