Hallen- und Crosssaison 2019

Jungspund Max Dieterich knackt die DM-Norm

Laufteam wird bei den Hallenlandesmeisterschaften ihrer Favoritenrolle gerecht

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Max Dieterich (542) kurz nach dem Zieleinlauf über 800 m. Dahinter machten Viktor Kuk und Josh Pütz den LG-Dreifacherfolg perfekt.                                   Foto: Thomas Minnich

Das Laufteam hat bei den Hallenlandesmeisterschaften in Hannover ihre Dominanz auf den Mittel- und Langstrecken einmal mehr unter Beweis gestellt. Eine überragende Performance zeigte dabei Jungspund Max Dieterich, der sein erstes Meisterschaftsrennen in der Hauptklasse absolvierte. Über 800 m suchte er mit hohem Grundtempo die Flucht nach vorn, mit dem klaren Ziel, die DM-Hallennorm von 1:53,00 Minuten zu unterbieten. Nur seine Teamkollegen Viktor Kuk und Laufteam-Neuzugang Josh Pütz waren in der Lage, die Verfolgung aufzunehmen. Max ließ bis zum Schluss nicht nach und sicherte sich den Landestitel und in 1:52,78 Minuten auch die DM-Norm für Leipzig. Viktor und Josh komplettierten dahinter den LG-Dreifacherfolg.

Eine klare Angelegenheit stellte Viktors 1500-m-Start dar. Mit satten 14 Sekunden Vorsprung lief er ein einsames Rennen und staubte den Landestitel ab. Auf der Schlussrunde fehlte auch mangels Konkurrenz der nötige Impuls, weiter im Rhythmus zu bleiben, wodurch der LG-Mittelstreckler am Ende um 34 Hundertstel das Ticket für die Deutschen Hallenmeisterschaften verfehlte. Gemeinsam mit Max wird er am kommenden Freitag in Erfurt die 1500-m-Norm nochmals angreifen.

Der 3000-m-Lauf der Männer war in Punkto Spannung wohl kaum zu überbieten. Julius Lawnik und der stark verbesserte David Brecht verfolgten den vom ersten Meter an auf das Tempo drückenden Langstreckler Weldaj aus Pattensen, der ihnen zwischenzeitlich enteilt war.

600 m vor dem Ziel machte sich Julius an die Verfolgung. In der letzten Runde packte der Mittelstreckler dann seinen Turbo aus und stürmte auf der kurzen Zielgeraden scheinbar mühelos an dem Führenden vorbei. David, der sich lange Zeit klug an Julius orientiert hatte, verbesserte seine Bestzeit als Dritter um  mehr als 20 Sekunden. Der vielfache Landesmeister Heiko Baier wurde trotz massiver Interventionen der Brauschweiger Verantwortlichen im schwächeren B-Lauf gesetzt, trat dort mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch an und beendete seinen Lauf als konkurrenzloser Sieger und letztlich einen Platz hinter David als Vierter.

Crosslandestitel für Laufteam-Athleten

Viktor Kuk und Joseph Katib setzen sich bei den Cross-Landesmeisterschaften durch

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Viktor Kuk setzte sich gegen seinen Teamkollegen David Brecht knapp durch.           Archiv-Foto: Thomas Minnich

Die diesjährigen Landesmeisterschaften im Crosslauf in Löningen fanden am vergangenen Wochenende bei Regen und Sturm statt. Sie waren in einem eindrucksvollen Flutlichtambiente mit einem bis zu 1,5 km- Rundkurs perfekt organisiert und endeten mit zahlreichen Titeln und Medaillen für die Läuferinnen und Läufer der LG Braunschweig. Diese stellten mit etwa 100 von 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmern das bei weitem größte Teilnehmeraufgebot aller Vereine und waren mit elf Titeln und insgesamt 27 Medaillen zugleich auch die mit großem Abstand erfolgreichste Mannschaft.

 

Viktor Kuk und Joseph Katib hießen die Sieger bei den Männern über die Mittel- und Langstrecke. Beide mussten allerdings mehr Widerstand überwinden als erwartet.  Viktor übernahm von Anfang an die Führung und setzte sich nach und nach ab. Im Nacken hatte er allerdings immer seinen Vereinskollegen David Brecht. Der ließ nicht locker und machte am Ende nur um wenige Sekunden geschlagen den Doppelsieg perfekt, deutete so etwas wie eine sich anbahnende vereinsinterne Wachablösung an und gewann gleichzeitig den Juniorentitel. Gemeinsam mit dem wiedererstarkten, auf Platz sechs einkommenden Henrik Wagner, der das interne Duell um den dritten Mannschaftsläufer gegen Süleyman Kuzguncu am Ende für sich entschied, konnte auch der Mannschaftstitel nur an die LG-Athleten gehen.

Auf der gut 10 km umfassenden Langstrecke lieferten sich LG-Neuzugang Joseph Katib und der überraschend starke Osnabrücker Nicolai Riechers über fünf von sieben Runden ein Kopf-an-Kopf-Duell vor dem immer weiter zurückliegenden Feld. Dann zog der MTV-Athlet Joseph an und verschaffte sich die entscheidenden zehn Sekunden Vorsprung. In der Mannschaftswertung war der OTB Osnabrück dagegen noch gleichmäßiger besetzt und überwand die jahrelange Braunschweiger Dominanz. Joseph, Volker Goineau und Süleyman Kuzguncu, der nur 45 Minuten nach seinem Mittelstreckenlauf erneut antrat, mussten also mit dem zweiten Platz vorliebnehmen.

Viktor Kuk überzeugt mit Platz 5 bei Hallen DM

Erneut TOP-Platzierung bei den Hallenmeisterschaften der Leichtathleten in Leipzig

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Kuk im Voraluf vor dem späteren deutschen Meister Marc Reuther                           Foto: Kiefner

Die Athleten der LG Braunschweig kamen mit unterschiedlichen Gefühlen zurück von den Deutschen Hallenmeisterschaften der Leichtathleten in Leipzig am vergangenen Wochenende.

Routinier Viktor Kuk verbuchte über 1.500 Meter wie schon oft in den letzten Jahren sein persönliches Erfolgserlebnis. Mit klarer Finalqualifikation als Vorlaufzweiter und tags darauf im Endlauf als Fünfter mit persönlicher Saisonbestleistung von 3:49,00 Minuten nach zwei taktisch guten Rennen bestätigte der MTV-Athlet erneut seine Zugehörigkeit zur erweiterten nationalen Elite, wenngleich der Abstand zum Sieger, dem Wattenscheider Marius Probst, mit etwa sechs Sekunden schon beträchtlich blieb.

Gleich drei Braunschweiger Athleten hatten sich über 800 Meter qualifiziert.

Der Chancenreichste von Ihnen, der DM-Freiluftfünfte des Vorjahres Julius Lawnik, musste tags zuvor krankheitsbedingt passen. Das 19-jährige Ausnahmetalent und Braunschweiger Eigengewächs Max Dieterich ereilte unmittelbar vor seinem Vorlaufstart eine Oberschenkelverletzung, deren genaue Diagnose von den Physiotherapeuten am Sonntag noch nicht endgültig auszumachen war. Dieterich, der in seinem ersten Jahr bei den Erwachsenen zweifellos gute Endlaufchancen gehabt hätte, trat trotzdem noch an, konnte aber letztlich die Tempoverschärfungen nicht mitgehen. Den Endlauf im Blick hatte auch Neuzugang Josh Pütz, der mit 1:53,82 Minuten ein gutes Rennen lief, allerdings auf sich allein gestellt blieb, weil sich das Feld in seinem Vorlauf weit auseinanderzog. Denn der Sieger und spätere Gesamtzweite Christoph Kessler (Karlsruhe) machte bereits in diesem Vorlauf erfolgreich Jagd auf die EM-Norm. Pütz lief als Vierter die fünfbeste Zeit beider Vorläufe, kam allerdings nicht in das Finale, das nach neuem Meisterschaftsmodus nur die drei Erstplatzierten eines jeden Laufs erreichten.