Viktor Kuk räumt bei den Norddeutschen doppelt ab

Fünf Läufer des Laufteams werden bei den deutschen Titelkämpfen in Nürnberg an den Start gehen

Viktor Kuk durfte sich in Hamburg über zwei norddeutsche Meistertitel freuen.        Archiv-Foto: Kiefner

Viktor Kuk hat erneut seine Klasse unter Beweis gestellt und auch bei den Norddeutschen Meisterschaften beide Titel auf den Mittelstrecken errungen, nachdem er im Juni bereits auf Landesebene doppelt abgeräumt hatte. Am ersten Tag hatte sich der LG-Mittelstreckler bei den in Hamburg ausgetragenen Meisterschaften in einem spannenden Dreikampf in einer Zeit von 1:52,71 Minuten über 800 m als Sieger behauptet. Arnaud Taki (1:53,20/Berlin) und Michael Schäfer (1:53,32/Spandau) blieben ihm lange Zeit auf den Fersen. Mit einem souveränen Endspurt konnte der Braunschweiger seine ärgsten Verfolger am Ende aber sicher auf Distanz halten. Einen Arbeitssieg musste Viktor am Folgetag dann auch über 1500 m leisten. Auch hier hatte er mit Tim Hoenig (Hamburg) und Kilian Grünhagen (Unterlüß Faßberg Oldendorf) zwei Verfolger, die ihm den Sieg streitig machen wollten. Der LG-Läufer behielt die Nerven und siegte in 3:48,53 Minuten mit genau einer Sekunde Vorsprung. Darüber hinaus blieb er in dem Rennen als einziger unterhalb der DM-Norm (1:49), die er jedoch bereits Anfang in Juni in Pfungstadt erfüllt hatte. Im gleichen Rennen ging Langstreckler Karsten Meier an den Start und belegte in 3:53,25 Minuten den fünften Platz. Nach je einem Marathon und Halbmarathon in diesem Jahr ging es für Karsten darum, seine Form auf der Bahn im Vorfeld der deutschen Meisterschaften weiter aufzubauen.

Die nationalen Titelkämpfe, für viele Leichtathleten der Höhepunkt der Saison, werden in der nächsten Woche in Nürnberg ausgetragen. Viktor hat neben der 1500-m-Norm auch die DLV-Vorgabe über die 3000-m-Hinderniss-Strecke erfüllt. Auf welcher Strecke er letztlich an den Start gehen wird oder ob er gar einen Doppeltstart absolvieren wird, entscheidet der LG-Läufer erst kurzfristig. Über 1500 m belegte er letztes Jahr in Erfurt den sechsten Platz. Auf der Mittelstrecke wird ihn sein Teamkollege Andreas Lange begleiten, der in 3:47,15 Minuten sogar eine etwas schnellere Zeit in diesem Jahr vorzeigen kann. Der dritte im Bunde aus Braunschweiger Sicht, der sich eigentlich über diese Strecke für die Titelkämpfe in Nürnberg qualifizieren wollte, wäre Julius Lawnik gewesen. Dieser kam im Verlauf der Saison durch Verletzungen und Krankheiten bedingt nicht richtig zum Zug und verpasste die Norm um rund eine Sekunde. Im Gegensatz zu seinen Vereinskollegen gelang ihm jedoch auf der Unterdistanz, der 800-m-Mittelstrecke, eine Unterbietung der Qualifikationsnorm. Abseits seiner Spezialstrecke wird es für Julius indes schwierig werden, den Einzug in das Finale zu meistern. Begleitet wird er vom Nachwuchstalent Max Dieterich, der unterhalb der Männern-Norm blieb, obwohl er eigentlich noch der U20-Jugendklasse angehört. Er hofft auf einen schnellen Vorlauf, da ihm noch 33 Hundertstel zur Bundeskadernorm von 1:49:50 Minuten fehlen, die er in der Endphase der Saison noch unterbieten möchte.  Karsten Meier wird über die 5000-m-Langstrecke an den Start gehen. Im vergangenen Jahr belegte er auf dieser Strecke den sechsten Rang und könnte erneut in diesen Bereich vorstoßen. Bei den Norddeutschen Meisterschaften ist er bewusst über die 1500 m gestartet, um sein Spurtvermögen für die letzten Kilometer eines Langstreckenwettkampfes anzutrainieren. Denn in Nürnberg ist fest mit einem taktisch geprägten Rennverlauf zu rechnen, der wie im Vorjahr in Erfurt erst auf den beiden letzten Schlusskilometer entschieden wird.