Karsten in der "Grauen Stadt am Meer" auf Rang 8

Halbmarathon-DM (Husum, 12. April 2015): Wieviel netto vom brutto?

​Karsten Meier.                             Archiv-Foto: Kiefner

Zu den DLV-Meisterschaften im Halbmarathonlauf mussten die Teilnehmer in die „Graue Stadt am Meer“ reisen, wie Theodor Storm seine Heimatstadt Husum nannte. Das Wetter war zünftig und der Wind so heftig wie fast immer am Nordfriesischen Wattenmeer. Unser einziger Teilnehmer Karsten Meier versteckte seine schmale Gestalt während des Rennens deshalb am Ende einer Verfolgergruppe, in der die Plätze 5 bis 10 ausgekämpft wurden. Wie schon bei der Hallen-DM wurde Karsten Achter und steigerte nach seinen Leistungssprüngen über 3000 Meter (Halle) auf 8:09,99 Minuten und über 10 Kilometer (29:59 Minuten) nun auch seine alte Bestzeit von 68:58 Minuten im Halbmarathonlauf ganz erheblich. In der Ergebnisliste steht er mit einer Bruttozeit von 67:00 Minuten. Das ist eine untypische Zeit für Karsten, der zuletzt ja stets Minutengrenzen oder Sequenzen von 10-Sekunden messerscharf geknackt hatte. Daneben wurde in Husum allerdings auch die Nettozeit von 66:59 Minuten offiziell ausgewiesen. Brutto oder netto, was zählt nun? Bei der Entlohnung im Arbeitsleben hätten alle ja gern etwas mehr netto vom brutto. Bei Straßenläufen lieber etwas weniger.

Die Regel ist eindeutig aber kompliziert, schwer vermittelbar aber läuferfreundlich: Für die Meisterschaftsrangfolge zählt die Bruttozeit, für die Bestenliste das Nettoergebnis. So steht Karsten also mit 67:00 Minuten als Achter in der DM-Ergebnisliste und mit neuer Bestzeit von 66:59 Minuten in der DLV-Bestenliste.