Fate packt die Olympianorm

Berlin (27.09.2015)

 

Saisonziel erreicht! Olympianorm geknackt! Beim Berlin-Marathon unterbot unsere in Äthiopien geborene Fate Tola ihr diesjähriges hohes Ziel. In einem Kampf gegen die Uhr blieb die Mama der zweijährigen Semiya um sechs Sekunden unter der vom DLV vorgegebenen Qualifikationsmarke von 2:28:30 Stunden, die deutlich schärfer ist als die Vorgabe der IAAF.

 

Bis zur Streckenhälfte hatte sich Fate mit Kilometer-Abschnitten von 3:28 Minuten gegenüber ihrem Rennplan ein Polster von über einer Minute erarbeitet. Das war für Insider und Fans aber mehr beunruhigend als beruhigend. Schließlich gibt es im Marathon das Gesetz, dass jede Sekunde, die man zu schnell angeht, auf dem Schlussstück drei- bis fünffach zurückgezahlt werden muss. Und tatsächlich konnte Fate Tola diese schnelle Fahrt nicht ganz durchhalten. Ihr Tempo je Kilometer ging auf dem letzten Streckenviertel auf 3:40 zu.

 

Als der Uhrzeiger im Ziel auf 2:28 Stunden umsprang, übten sich die mit fiebernden Fans im Entfernungsschätzen. Hatte sie noch 150 Meter vor sich – dann würde es knapp werden – oder waren es nur noch gut 100 Meter? Und überhaupt: warum lief die Uhr auf einmal so furchtbar schnell? bei 2:28:24 Stunden war es geschafft! Dass sie in der Frauenwertung auf den letzten 15 Kilometern von Rang fünf aus auf den zehnten Platz zurückgefallen war, spielte für sie in der Bewertung des Rennens keine Rolle.

 

Der Olympiateilnahme steht nun noch eine Hürde im Weg: Die Einbürgerung der  zweifachen Deutschen Meisterin 2015, die international noch nicht für den DLV starten darf,  muss bis zur Nominierung des deutschen Olympiateams abgeschlossen sein. Die Olympianorm könnte da behilflich sein.

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