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Bahnsaison 2014 - Ein Rückblick

​Sören Ludolph (v.l.) mit seinen Teamkollegen Florian Pehrs und Viktor Kuk.                             Foto: Scholtysek
Sören Ludolph
 

Die Ergebnisse im Training und die Werte bei der Leistungsdiagnostik waren bestens, im Wettkampf war dann aber alles ganz anders. Vom Auftakt über die krummen Strecken in Pliezhausen an (600 m in 1:19,69 Min) sah man statt des geschmeidig-bissigen Sören einen Mann um die Bahn laufen, der einen Rucksack zu tragen schien. Nach Titeln in wenig aussagekräftigen Zeiten auf NLV-Ebene und ernüchternden Meeting-Ergebnissen folgte bei den DLV-Meisterschaften in Ulm der Tiefpunkt. Nachdem er auf dem Einlaufplatz ein Stechen im Oberschenkel verspürt hatte, trat Sören nicht an. Bei der Staffel-DM in Wattenscheid gab es dann eine Wiederentdeckung: Als Schlussläufer sicherte er der Staffel Silber und sich selbst die Erkenntnis, dass er noch existiert: der geschmeidig und bissig um die Bahn kreisende Sören.

Saisonbestzeiten:

 

400m - 49,13s - Neustadt an der Waldnaab - 03.08.

800m - 1:50,07min - Velenje, Slowenien - 01.07

Meisterschaftsergebnisse:
 

NLV: Titel über 800 m  und über 3 x 1000m

DLV: Zweiter über 3 x 1000m

Heiko Baier
 

Es begann wie in den Jahren zuvor. Auf Landesebene war Heiko im Bereich der Bahnlangstrecken bei Meisterschaften nicht zu schlagen. Seine Galerie an Saisonbestzeiten entwickelte sich zunächst allerdings schleppend. Die 5000-Meter-Norm für die DM in Ulm schaffte er hauchdünn. Bei den DLV-Meisterschaften sah man Heiko dann ganz anders. Er investierte während des Rennens Kraft in eine starke Zeit, hatte seine Körner für den Schlussspurt dabei aber verbraucht und landete im Kampfgetümmel um Platz acht als Elfter. Kurz darauf übernahm er die Spitze der NLV-Bestenliste über 1500 Meter, und über 3000m setzte er sich mit einer in Niedersachsen zuletzt vor 9 Jahren von Carsten Schlangen (damals Meppen) unterbotenen Zeit auf Rang 7 der DLV-Bestenliste.

​Heiko Baier (r.) beim Meeting in Kassel.  Foto: Schrader
Saisonbestzeiten:

 

1500m - 3:50,14min - Neustadt an der Waldnaab - 03.08. 

3000m - 8:09,00min - Kassel - 29.08.

5000m - 14:12,68min - Ulm - 27.07.

10000m - 31:41,77 min - Osnabrück - 11.05.

Meisterschaftsergebnisse:
 

NLV: Meister über 5000 m und 10000 m

DLV: Rang 11 über 5000 m

​Karsten Meier.                        Foto: Großmann
Karsten Meier
 

Sein Leistungssprung über 5000 Meter aus dem Vorjahr hatte  etwas von einem Ausrutscher. In diesem Jahr bestätigte ihn Karsten mit mehreren ähnlich guten Ergebnissen auf seiner Spezialstrecke und  mit Verbesserungen in den Unterdistanzen. In der Vorbereitung auf die DM stand ihm wie im Vorjahr ein kraftraubendes Uni-Praktikum im Wege. „Ein Wunder, dass Karsten das Training noch einigermaßen hinbekommt, obwohl er jeden Tag bis zu zwölf Stunden im  Labor steht“, würdigte der NLV-Trainer Jörg Voigt Karstens über den Sport hinausgehende Ausdauer.

Saisonbestzeiten:

 

1500m - 3:54,77min - Neustadt an der Waldnaab - 03.08.

3000m - 8:25,54min - Pliezhausen - 18.05. 

5000m - 14:23,48min - Ulm - 27.07.

Meisterschaftsergebnisse:
 

NLV: Titel über 3 x 1000 m un 2. über 5000 m

DLV: Rang 16 über 5000 m

Viktor Kuk
 

Bis Anfang Juli jagte Viktor die DM-Quali über 1500 Meter. Es war vergebens, die Saison trotz guter Meisterschaftsergebnisse auf regionaler Ebene in seinen Augen damit ein Flop. Auch für ihn kam mit der Silbermedaille bei der Staffel-DM noch die Wende. Über 800 Meter folgte eine Saisonbestzeit und über 3000m, auf die er in Kassel mangels Konkurrenz auf der eigentlich geplanten 1500m-Strecke ummeldete, gelang eine weitere Bestzeit und damit der  versöhnliche Abschluss einer schwierigen Bahnsaison.

​Vikor Kuk wurde über 3000 m Hindernis Landesmeister in Zeven.                        Foto: Großmann
Saisonbestzeiten:

 

800 m - 1:52,48min - Bergisch Gladbach - 14.08.

1500m - 3:50,39min - Osterode - 27.06.

3000m - 8:26,32min - Kassel - 29.08.

3000m-Hindernis - 9:20,56min - Zeven - 08.06.

Meisterschaftsergebnisse:
 

NLV:  Titel über 3000 m-Hindernis, 3 x 1000m, 2. über 800m 

NDM: 4. über 1500 m

DLV:  Zweiter über 3 x 1000m

Florian Pehrs
 

Heiko oder Karsten, wer würde in Koblenz bester Laufteam-Athlet über 5000 Meter sein? Die Antwort lautete überraschend Florian Pehrs. Nach vier ernüchternden Jahren voller Rückschläge trat der als ewiges Talent gehandelte inzwischen 25-Jährige mit Bestzeit aus dem Schatten der beiden Clubkollegen hervor. Dass er bei den Landesmeisterschaften über 3 x 1000m nicht in die erste Staffel kam, wird ihn gewurmt haben. Bei der DM-Planung war er nicht mehr zu übersehen. Als Startläufer gehörte er dem Silbertrio an.

Saisonbestzeiten:

 

1500m - 3:50,70min - Osterode - 27.06.

3000m - 8:19,48min - Kassel - 29.09

5000m - 14:23,71min - Koblenz - 28.05.   

Meisterschaftsergebnisse:
 

NLV: Dritter über 5000 m

DLV: Vizemeister über 3 x 1000 m

​Florian Pehrs in Kassel.                             Foto: Schrader
Fate Tola Geleto
 
Fate Tola hatte 2014 ihr Mutterschaftsjahr. Mit wenig Trainingsaufwand holte sie den Landestitel über 10.000 Meter. Die Zeit verbesserte sie auf der gleichen Distanz im Straßenlauf noch um gut drei Minuten. Richtig angreifen will sie 2015, wenn die kleine Samiya  im Kindergarten ist und die Mama ausreichend  Zeit für das Training hat.

 

Saisonbestzeiten:

 

10.000 m - 38:41,49min - Osnabrück - 11.05

Meisterschaftsergebnisse:
 

NLV:  Titel über 10.000 m

​Fabian Brunswig bei den DM-Cross in Löningen.                                 Foto: Scholtysek
Fabian Brunswig
 

Erstmalig seit vielen Jahren verlief Fabians Wintertraining störungsfrei. Die Ergebnisse auf den Überdistanzen im Mai sorgten auch bei ihm für große Erwartungen im Hinblick auf seine Spezialstrecke, den 1500 Metern. Die Entwicklung dort verlief dann unerklärlich schlecht. Fabian und sein Trainer Jörg Voigt konnten machen, was sie wollten. Die Formkurve ging immer weiter nach unten. Das letzte 1500-m-Ergebnis entsprach nicht einmal dem Leistungsvermögen, das Fabian als 17-Jähriger hatte. Am Ende der Saison brachte ein Arztbesuch im OSP von Hannover Aufklärung: Eine für harmlos gehaltene Infektion aus dem Frühjahr entpuppte sich als Streptokokken-Infekt, der seinen Körper anhaltend geschwächt hatte.

Saisonbestzeiten:

 

1500m - 3:54,10min - Rehlingen - 09.06.

3000m - 8:27,87min - Pliezhausen - 18.05.

5000m - 14:52,53min - Koblenz - 28.05.

Meisterschaftsergebnisse:
 

DLV U23: 1500 m VL ag

​Martin Schwerdtfeger
Martin Schwerdtfeger
 

Seine Bestzeit über 3000 Meter am Saisonende und sein „Vorleben“ als Hindernisläufer in der Jugend weisen den Weg für die nächste Saison. Martin will sich wieder seiner alten Liebe zuwenden.

 

Saisonbestzeiten:

 

800m - 1:53,77min - Osterode - 27.06.

1000m - 2:32,0min - Königslutter - 24.07. 

1500m - 3:56,51min - Hamburg - 13.07. 

3000m - 8:39,7min - Königslutter - 06.08.

Meisterschaftsergebnisse:
 

NLV:        Platz 5 über 1500m 

DLV U23: Rang 7 über 3 x 1000m

DLV HK:  3 x 1000m VL ag

Steffen Brümmer
 

Nach über einem Jahr verletzungsbedingter Trainings- und Wettkampfpause hat sich Steffen Brümmer wieder an sein altes Leistungsvermögen heran gekämpft. In der zweiten Saisonhälfte gelangen dem Polizeianwärter Bestzeiten über 1500 und  3000 Meter.

Saisonbestzeiten:

 

1500m - 3:55,41min - Neustadt an der Waldnaab - 03.08.

3000m - 8:45,42min - Kassel - 29.08.

Meisterschaftsergebnisse:
 

NLV: Rang 8 über 1500 m

DLV: 3 x 1000 m über VL ag

​Steffen Brümmer in Kassel.      Foto: Schrader
Tim-Niklas Schwippel
 

Zur richtigen Zeit in Höchstform war Tim-Niklas Schwippel, der nach kontinuierlichen Steigerungen auf allen Strecken bei der U20-DM auf der kurzen Langstrecke Bestzeit und Platz fünf erreichte. Auf dem Weg zu diesem Erfolg nahm er auch den Norddeutschen Titel über 1500 m mit.

Saisonbestzeiten:

 

800m - 2:00,03min - Hannover - 31.05. 

1500m - 3:57,12min - Zeven - 07.06.

3000m - 8:34,38min - Bochum - 10.08.

Meisterschaftsergebnisse:
 

NDM U20: Titel über 1500 m

DLV U20:  5. Platz über 5000 m

​Tim-Niklas Schwippel.                Foto: Schaare
Timon Schaare
 

Auf regionaler Ebene war Timon wieder sehr erfolgreich. Das Ausscheiden im Vorlauf bei der U18-DM, seinem Saisonhöhepunkt, war dann einer jener Rückschläge, die viele Leistungssportler auf dem Weg nach oben zu verkraften haben.   

Saisonbestzeiten:

 

400m - 51,09s - Osterode - 01.06. 

800m - 1:55,84min - Wernigerode - 16.05.

1000m - 2:30,9min - Königslutter - 24.07. 

1500m - 3:58,92min - Zeven -07.06.

Meisterschaftsergebnisse:
 

NLV U18:   Titel über 800 m und 1500 m

NDM U18:  Titel über 1500 m

​Timon Schaare.                       Foto: Großmann

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